Montag, 24. Juni 2013

Die Geburt des heiligen Johannes des Täufers, und die ersten Martyrer zu Rom unter dem Kaiser Nero

von Stadtpfarrer Georg Ott

Heute feiert die heilige Kirche Jesu das Andenken an die Geburt des heiligen Johannes und an die siegreichen Kämpfer der ersten Martyrer zu Rom. Hier muss ich gleich Anfangs auf eine Eigentümlichkeit der Kirche aufmerksam machen, nämlich dass sie gewöhnlich das Fest jedes Heiligen an seinem Todestage feiert, weil der Todestag eigentlich sein Geburtstag zum ewigen Leben ist. 

Bei Maria, der gebenedeiten Mutter Gottes und bei dem heiligen Johannes macht sie eine Ausnahme, und zwar deswegen, weil Maria schon ganz makellos ohne die Erbsünde empfangen und heilig geboren und weil der heilige Johannes durch die Gegenwart Jesu bei der Heimsuchung Mariä im Mutterleibe geheiligt wurde, also auch heilig und rein zur Welt kam.
Geburt Johannes des Täufers
Jacomo Pontorno

Schon 500 Jahre vor Christi Geburt hat der Prophet Malachias vorhergesagt, dass Johannes wie ein Engel oder Bote des Himmels dem Heilande vorhergehen und die Menschen auf seine Ankunft vorbereiten werde, (Mal. 3,1.); zweihundert Jahre früher verkündigte das gleiche der Prophet Isaias (40,3.), deshalb wird auch der heilige Johannes Vorläufer Jesu genannt. 

Seine Geburt war also für die Welt ein freudiges Ereignis, weil sie die baldige Ankunft des Heilandes und die Erlösung durch ihn verkündete, und mit Recht feiert also die heilige Kirche diesen Tag, den Gott selbst durch viele Wunder verherrlichte.
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alles aus: Legende von den lieben Heiligen Gottes. Nach den besten Quellen bearbeitet und herausgegeben. Stadtpfr. Georg Ott, mit oberhirtlicher Gutheißung, Verlag F. Pustet, 1858


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