Montag, 14. Oktober 2013

Der Antichrist (I)

Der Antichrist wird nicht unter diesem Namen auftreten; sonst würde er keine Gefolgschaft haben. (…) Wenn kein Mensch ihn erkennt, so kann er desto größere Macht ausüben. (…) Nirgends in der Heiligen Schrift finden wir ein Zeugnis von der Volksmythe vom Teufel als Gaukler, gekleidet als der oberste der „Roten“. Vielmehr wird er beschrieben als vom Himmel herabgestürzter Engel und als „Fürst dieser Welt“, dessen Anliegen es ist, uns zu verkünden, dass es keine andere Welt gibt. 
Seine Logik ist einfach. Wenn es keinen Himmel gibt, gibt es auch kein Gericht, und wenn es kein Gericht gibt, dann ist böse gut und gut ist böse. 

Aber über all diese Schilderungen hinaus sagt Unser Herr uns, dass er Ihm so sehr gleichen werde, dass selbst die Auserwählten getäuscht werden, –  und sicherlich könnte kein Teufel, wie er in Bilderbüchern dargestellt ist, selbst die Auserwählten täuschen. In welcher Gestalt wird er in dieses neue Zeitalter kommen, um Anhänger für seine Religion zu gewinnen? 

Das vorkommunistische Russland glaubte, er werde in der Verkleidung des großen Menschenfreundes kommen: Er spricht von Frieden, Wohlstand und Fülle, doch sind ihm das nicht Mittel, die uns zu Gott führen sollen, sondern Zwecke an sich. 
Er schreibt Bücher über die neue Gottesidee, um den Menschen das zu sagen, was sie entsprechend ihrer Lebensführung hören wollen (…) er beweist psychologisch, dass es keine Schuld, sondern nur verdrängte Sexualität gibt; er lässt die Menschen vor Scham vergehen, wenn ihre Mitmenschen ihnen sagen, sie seien nicht weitherzig und liberal. Er selbst ist so weitherzig, dass Toleranz für ihn gleichbedeutend ist mit Gleichgültigkeit gegen Recht und Unrecht, gegen Irrtum und Wahrheit. 

Er verbreitet die Lüge, dass Menschen sich erst dann bessern können, wenn sie die Gesellschaft verbessert hätten (...) er befürwortet Ehescheidungen unter dem Vorwand, dass der neue Partner „lebenswichtig“ sei; er vermehrt die Liebe zur Liebe und vermindert die Liebe zur Person; er beruft sich auf die Religion, um die Religion zu vernichten.
Er spricht sogar von Christus und nennt ihn den größten aller Menschen …. 


Wird fortgesetzt

Alles vom ehrwürdigen Bischof Fulton Sheen in: Der Kommunismus und das Gewissen der westlichen Welt, 1948


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