Freitag, 31. Oktober 2014

Zumindest englische Version des Synodenschlussberichts endlich online

Nachdem im anglo-amerikanischen Sprachraum gestern schon von weiterer Manipulation der Familiensynode gesprochen wurde, weil der extrem tendenziöse Zwischenbericht zwar weiterhin in vielen Sprachen zugängig war, aber zwei Wochen nach Abschluss der Synode immer noch keine Übersetzung des italienischen Texts der "Relatio Synodi", des Abschlussberichts, vorlag, lud der Vatikan zufällig gestern das englische Dokument hoch, rückdatiert auf den 18. Oktober.

Auf andere Sprachen wartet man immer noch.


Wie schon hier gesagt: Der Riesenerfolg für Progressive ist, dass "Homosexualität" mittlerweile unter der Rubrik Familie geführt wird. Der entsprechende Paragraph wurde auf Wunsch von Papst Franziskus in das Abschlussdokument eingefügt und an die "Ortskirchen" zur Diskussion während des nächsten Jahres ausgesendet, obwohl keine zwei Drittel Mehrheit der Bischöfe dafür gestimmt hatte.


Und auch andere zeitgenössische menschliche Erfahrungen werden jetzt unter "Familie" geführt, ganz offiziell in einem Dokument des Vatikan.

Im englischen  Abschlussbericht kann man übrigens gut den Dreischritt: Sehen, Urteilen, Handeln erkennen:
I. Listening: The Context and the Challenges of the Family 
II: Looking at Christ: The Gospel of the Family 
III: Facing the Situation: Pastoral Perspectives 
Was sagt Kardinal Marx, Mitglied des C8-Rates, zu dem Schlussbericht:
Frage: Wie geht es jetzt weiter? Was sind die nächsten Schritte zur zweiten Synode im kommenden Jahr? 
Marx: Der Papst hat seiner Abschlussansprache deutlich gemacht, dass die Relatio, das Schlussdokument der Synodenberatungen, die Vorbereitung für die nächste Synode ist. 
Er sprach ja von einem Jahr bis zur kommenden Synode, um die hier in Rom diskutierten Ideen «in einer wirklichen geistlichen Unterscheidung reifen zu lassen» und Lösungen für alle Schwierigkeiten zu finden. Ich nehme es als Auftrag an, dass unsere Bischofskonferenz und die einzelnen Diözesen die in dem Bericht aufgeführten Themen aufgreifen - und zwar im Sinne einer Vertiefung und Konkretisierung. 
Der vorliegende Text ist kein Endpunkt, sondern ein Doppelpunkt. Er kann nicht die Lehre der Kirche zu Ehe, Familie und Sexualität samt der dazugehörenden pastoralen Praxis abschließend darstellen. 
Wir müssen uns also nochmals an die Arbeit begeben. Nach der Synode ist vor der Synode!
Siehe zu diesem "Dreischritt" auch:
Papst Franziskus "induktiver" Kampf gegen "die rechte Szene in der Kirche"

und
Was haben das Konzilsdokument "Gaudium et Spes" und die Enzyklika "Mater et Magistra" mit der Familiensynode zu tun?

und
Synodenzwischenbericht aus dem Vatikan redet himmelschreiende Sünde schön




Was haben das Konzilsdokument "Gaudium et Spes" und die Enzyklika "Mater et Magistra" mit der Familiensynode zu tun?

Die Familiensynode unter Papst Franziskus benutzte ausschließlich den Dreischritt: Sehen, Urteilen, Handeln.

Das Konzilsdokument Gaudium et Spes (Über die Kirche in der modernen Welt) führte diesen Dreischritt "Sehen, Urteilen, Handeln", der, wie hier beschrieben, ursprünglich von den "Harvard-Case-Studies" kommt, zum zweiten Mal "offiziell" in die katholische Kirche in. 


Dass das in diesem Konzilsdokumemt eingebaut ist, kann man allerdings nur erkennen, wenn interessante Progressive erklären (z.B. in diesem Buch*), was dort wirklich steht, und dass das für sie ungeheuer wichtig, weil ungeheuer revolutionär war und eine "monumentale Änderung der Methodik" darstellte. 


Was war die monumentale Änderung? 

Damit wurde von der bis dahin immer angewendeten deduktiven Methode, die die katholische Lehre in den Mittelpunkt stellt und nur von dieser Lehre Anweisungen für den Einzelfall ableitet (top-to-bottom) zur induktiven Methode gewechselt, die den Einzelfall in den Mittelpunkt stellt und von ihm Anweisungen ableitet (bottom-to-top).

Hier das Konzilsdokument, fett ist der darin erkennbare Dreischritt:

DIE SITUATION DES MENSCHEN IN DER HEUTIGEN WELT

4. Hoffnung und Angst

Zur Erfüllung dieses ihres Auftrags obliegt der Kirche allzeit die Pflicht, 

nach den Zeichen der Zeit zu forschen 

und sie im Licht des Evangeliums zu deuten. 

So kann sie dann in einer jeweils einer Generation angemessenen Weise auf die bleibenden Fragen der Menschen nach dem Sinn des gegenwärtigen und des zukünftigen Lebens und nach dem Verhältnis beider zueinander Antwort geben

Es gilt also, die Welt, in der wir leben, ihre Erwartungen, Bestrebungen und ihren oft dramatischen Charakter zu erfassen und zu verstehen.

http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html

Die "Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums zu deuten", bedeutet in der Praxis leider Teile des Evangeliums - im protestantischer Manier -  ohne die dazugehörige lehramtliche Erklärung zu verwenden und dadurch den Sinn so zu verdrehen, dass er zum Einzelfall passt. 
Aktuell ist das z. B. bezüglich "wiederverheirateter Geschiedener" die Behauptung, Gott sei immer allen Sündern barmherzig, wobei tunlichst verschwiegen wird, dass das nur für reumütige Sünder gilt, die vollkommen umkehren, d. h. von ihrer bisherigen Sünde in Zukunft lassen wollen.

In "Mater et Magistra" wurde der Dreischritt schon eingeführt

Zuerst wurde die induktive Methodik und damit der Dreischritt Sehen, Urteilen, Handeln in "Mater et Magistra" von Papst Johannes XXIII. eingeführt:
236. Die Grundsätze der Soziallehre lassen sich gewöhnlich in folgenden drei Schritten verwirklichen:  
Zunächst muß man den wahren Sachverhalt überhaupt richtig sehen 
dann muß man diesen Sachverhalt anhand dieser Grundsätze gewissenhaft bewerten 
schließlich muß man feststellen, was man tun kann und muß, um die überlieferten Formen nach Ort und Zeit anzuwenden 
Diese drei Schritte lassen sich den drei Worten ausdrücken: sehen, urteilen, handeln.
http://www.vatican.va/holy_father/john_xxiii/encyclicals/documents/hf_j-xxiii_enc_15051961_mater_ge.html

Mater et Magistra wurde übrigens weltweit viel beklatscht von Progressiven, Freimaurern und Kommunisten.

Mit diesem Dreischritt wurde der Einzelfall und vor allem dessen subjektive Gefühle und "menschliche Erfahrungen in der jeweiligen Zeit" in den Mittelpunkt gestellt.

Die Anwendung dieses Dreischrittes in der Familiensynode führt dann in "der Welt, in der wir leben", dazu, dass Progressive titeln:
The biggest unreported synod influence: human experience.
übersetzt: 
Der größte Einfluss auf die Synode, über den nicht berichtet wurde: menschliche Erfahrung.

"Echte" menschliche Erfahrung im "hier und jetzt" war ja auch das, was Papst Franziskus mit seiner die Familiensynode einleitenden weltweiten Umfrage sammeln wollte.
Ewige Sammlung von rein subjektiven Einzelmeinungen und anschließende ewige Diskussion gehört nämlich zum Dreischritt-Teil "Sehen" dazu. 

Von der Verlagerung auf die subjektive Situation und Meinung werden wir in Zukunft wohl noch mehr sehen, denn damit kann man prima die immer objektive katholische Lehre schachmatt setzen.

* entsprechendes Zitat aus oben verlinktem Buch:
The same CELAM meeting brought another structural change of note: the conference would use a now famous methodology that would follow the trinomial of the Vatican Council Gaudium et Spes (The Church in the Modern World): facts/reflection/ recommendations. 
The change in methodology was monumental: it represented a shift from a perspective that was dogmatic, deductive and top-to-bottom to one that was exploratory, inductive, and bottom-to-top. 
If nothing more than this structural change had been made, a giant step would have been taken. In fact, much more advancement than just methodological would be achieved.
http://opcentral.org/resources/2014/09/05/chapter-2/

Sonntag, 26. Oktober 2014

Papst Franziskus "induktiver" Kampf gegen "die rechte Szene in der Kirche"

Seit vier Stunden versuche ich einen Post über "induktiv versus deduktiv" bzw. den "Dreischritt: Sehen, Urteilen, Handeln, " zu machen. 
Beides bezeichnet die nicht mehr neue Methodik, mit der seit 50 Jahren die Kirche "aufgebrochen" wurde, ohne dass die "Konservativen" diese Methodik bemerkt hätten.

Leider bin ich heute nicht in der Form, das in einem einzigen Post so unterzubringen, dass es jeder versteht, auch wenn er noch nie etwas davon gehört hat und es zu verstehen ist notwendig, wenn man erkennen will, was wirklich von den Progressiven durchgeführt wird.

Dabei verändern sie nicht die kirchliche Lehre, diese Beteuerung konnte ich heute wieder von ihnen lesen. "Wer das denkt, der irrt!" So versichern die Progressiven landauf, landab und weltweit in Interviews und Artikeln. 
Das stimmt nur bedingt, denn sie haben auch schon die Lehre verändert.

Hauptsächlich aber setzen die Progressiven die katholische Lehre schachmatt. 

Und das machen sie mit der induktiven Herangehensweise an Einzelfälle, einer Methodik, die sie eben auch in die schön und harmlos klingenden Worte "sehen, urteilen, handeln" kleiden.*

Das kommt übrigens alles 
aus Harvard und mit dieser Methodik hat man in den letzten Jahrzehnten nicht nur die Kirche "aufgebroch
en".

Weiß ich alles von den interessanten Progressiven, die z.B. hier darüber berichten.

Im folgenden Zitat spricht der Ex-Misereor-Chef Josef Sayer (Misereor ist eine FBO, der ich ebenso wie "Adveniat" keinen Cent für ihr aufbrecherisches Werk geben würde).

Jeder sollte mal genau überlegen, was Herr Prof. Sayer da wohl ganz genau sagt. Wenn man was nicht versteht, sollte man danach googeln. 

Wenn das alle „konservativen" Katholiken machen würden, könnten die Progressiven sie nicht mehr so leicht ausschmieren wie in den vergangenen fünf Jahrzehnten, als sie noch nicht alles über sich und ihre akribisch geplante Kirchenzerstörung mit Harvard-Methoden ins Internet gestellt hatten.
Der neue Papst ist ein Teamspieler? 
Ja, und er kann auf andere hören, deren Meinungen und Positionen aufnehmen und zum Wohl des Ganzen zusammenführen. Die Konferenz in Aparecida hatte unter dem Mitwirken Bergoglios ganz bewusst den Dreischritt „Sehen – Urteilen – Handeln“ als Methode gewählt, obwohl einem Teil der Bischöfe das gar nicht passte. 
Was soll man denn gegen dieses Vorgehen haben? 
Ha, was glauben Sie! Die ganze rechte Szene war dagegen und beharrte darauf, zunächst die kirchliche Lehre darzustellen und daraus Ableitungen für das Leben zu treffen. 
„Sehen – Urteilen – Handeln“ geht umgekehrt vor: 
Erst die Situation und das Leben analysieren, also etwa die Lage der Menschen in Lateinamerika. 
Dann die Situation von der Botschaft des Evangeliums her bedenken. 
Und schließlich Empfehlungen für die kirchliche Praxis geben. (Quelle)

Morgen oder übermorgen wird erklärt, was der Ex-Misereor-Chefin dem Interview über die progressive Strategie genau gesagt hat, aber wie gesagt, selber forschen bildet.

Prof. Sayer ist übrigens Priester und war u. a. Professor für "Pastoraltheologie". Für die "Nachhaltigkeitsziele" der UN, sprich Agenda 21, hat er auch sieben Jahre gearbeitet, was nicht wundert, sondern  perfekt ins Bild passt.

*(googeln nach "Papst Franziskus  Sehen, Urteilen, Handeln, " oder "Pope Francis See, Judge, Act" lohnt sich)

Siehe auch:
Hans Küng: “Wir kontrollieren alles"
und
Was haben das Konzilsdokument "Gaudium et Spes" und die Enzyklika "Mater et Magistra" mit der Familiensynode zu tun? (Dort wurde die "induktive Methode" mit ihrem Dreischritt eingeführt.)
und
The Pyschotic Synod: "A Grave Malady of Intellect" (erklärt ausführlich "induktiv versus deduktiv" an Beispielen, leider nur auf Englisch)

und 
Das Harvard-Magazine erklärt die revolutionäre Geschichte der "Case-Studies", die 1870 erfunden wurden mit ihrem "induktiven" Vorgehen: 
Making the Case
Professional education for the world of practice








Donnerstag, 23. Oktober 2014

Papst Franziskus Sieg auf ganzer Linie: Der erste Erzbischof hat den Hauptvorschlag des Synodenprogramms schon umgesetzt

Wie schon hier beschrieben, fanden einige konservative und/oder traditionelle Katholiken, dass Papst Franziskus und seine Freunde auf der Familiensynode eine schwere Niederlage einstecken mussten.
Lei
der ist dabei offensichtlich der Wunsch der Vater des Gedanken, denn wie es scheint, hat kaum einer die Abstimmungsergebnisse gesehen, wo eine Mehrheit der Bischöfe für die strittigen Punkte gestimmt hat, aber eben noch nicht die erforderliche zwei Drittel-Mehrheit. 

Eine Mehrheit der Synodenbischöfe also stimmt für bis dato revolutionäre Themen? Wo ist da die Niederlage?

Wir durften uns kürzlich von einem Priester (der, wie es scheint nur „Tagespost“ liest, wo man natürlich nicht viel erfahren kann) das Übliche anhören: 

Die bösen Medien erzeugen einen Druck und erwecken falsche Hoffnungen für die Synode; wir sollen uns alle nicht irre machen lassen, denn: es ist auf der Synode noch kein lehramtliches Dokument herausgekommen!!! 
Na wunderbar, dann können wir uns ja alle, wie schon seit 50 Jahren, beruhigt weiter schlafen legen.

Ich muss sagen, dass mich Aussagen solcher Priester, die die Gläubigen in falscher Sicherheit wiegen, mittlerweile zorniger machen als all die Progressiven im Vatikan und anderswo, die übrigens sehr interessante Leute sind

Gab es zur Durchsetzung der weltweiten Handkommunion etwa ein „lehramtliches Dokument“? 
Nein, im Gegenteil, bis heute gibt es keines, wohl aber ein lehramtliches Dokument, das besagt, dass auch im Novus Ordo die Mundkommunion weiterhin die ordentliche Form des Kommunionempfangs ist. 

Für Handkommunion gibt es nur eine Ausnahmeregelung (Indult), in der steht, dass nicht der Priester oder Bischof über die Handkommunion entscheidet, sondern der einzelne Gläubige.  Und trotzdem wird allen die Handkommunion von Priestern oder Bischöfen aufgedrückt, obwohl diese Ausnahmeregelung nicht einmal für alle Teile der Weltkirche in Kraft ist. 
Es gibt seit Jahrzehnten auch ungezählte Fälle in denen, in Ungehorsam gegen die Bestimmungen des Vatikan, den Gläubigen sogar die gewünschte Mundkommunion von Priestern verweigert wird, natürlich ohne disziplinäre Folgen für solche Priester.

Nach fünfzig Jahren „Kirchenaufbruch“ durch Progressive müsste man doch mittlerweile auf der „konservativen“ Seite gemerkt haben, wie der Hase läuft.

Um ihre "aufbrechenden" Ziele durchzusetzen, brauchen die Progressiven nämlich nicht einmal ein „lehramtliches Dokument“, wie die Geschichte reichlich zeigt. 

Im Gegenteil, davon wollen sie ja wegkommen, es soll ja möglichst vom Lehramt und besonders von Dogmen niemand mehr reden und am besten gar nicht wissen, dass so was überhaupt existiert.

Die Progressiven wissen seit Jahrzehnten genau, auf welche nur ihnen bekannten Zauberworte 
(weil sich kein Konservativer für ihren Sprachcode interessiert) aus Rom hin sie loslegen müssen. 

Ein aktuelles und vom Papst selbst oft gebrauchtes Zauberwort heißt „Öffnung“ oder – ganz deutlich  Keine Angst vor Neuem“. 

Und schon geht es los, alle Progressiven haben den Startschuss gehört, so wie z. B. in der Diözese Atlanta, wo der Erzbischof persönlich einen „Gay Pride March“ unterstützt. Der „Schwulenstolz-Marsch“ fand am 14. Oktober 2014 statt. Das dazu passende Einladungs-Flugblatt der Diözese in Regenbogenfarben kann hier besichtigt werden.

Das war übrigens acht Tage, nachdem ein Ehepaar auf der Bischofssynode vom Papst ermutigt, forderte:

Pfarreien sollen "gleichgeschlechtliche Paare" willkommen heißen.

Offensichtlich hat auch kaum einer der „Konservativen", die meinen, der Papst hätte eine Niederlage erlitten, gemerkt, was der wirkliche Sieg der Synode war: 
Seitdem wird nämlich „Homosexualität“ sogar vom Vatikan unter der Rubrik „Familie“ geführt. Ein Supercoup!

Zusätzlich kann man u. a. im Synodenabschlussbericht bei den zahlreichen ohne Trauschein lebenden „Paaren" 
(heute im Vatikan "irrreguläre Beziehung" genannt) , zu Deutsch: Todsündern gegen das 6. Gebot, „positive Werte finden. 
Solche „Paare“ werden natürlich auch von nun an unter der Rubrik "Familie“ geführt.

Aber, alles kein Grund zur Beunruhigung, es gibt dazu kein lehramtliches Dokument!

Übrigens: Obwohl der Bischof von Rom sonst soooo kollegial ist, hat er, gegen den Mehrheitswillen seiner Kollegen, diejenigen Passagen des Synodenabschlussdokuments, für die es keine Mehrheit unter den Synodenvätern gab, dennoch zur Aussendung an die „Ortskirchen“ bestimmt, wo sie jetzt ein Jahr lang mitdiskutiert und bearbeitet werden:

Insgesamt drei Abschnitte bekamen nicht die qualifizierte Mehrheit von über 123 Stimmen, bei zweien ging es um die wiederverheirateten Geschiedenen und beim dritten um die Einstellung gegenüber Homosexualität. 
Eine Mehrheit der Synodenväter hieß sie gut, aber nicht die notwendige zwei Drittel Mehrheit. 
Die Entscheidung des Papstes zur Veröffentlichung zeigt aber, dass das Teil der Debatte sein soll, wenn auch der Wille der Bischöfe sich deutlich geäußert hat. 
Nun geht der synodale Prozess weiter, die Ortskirchen sind am Zug.
Man sieht deutlich, was Papst Franziskus wichtig ist. 

Aber wie gesagt, diese Aussendung ist ja kein lehramtliches Dokument. Schlaft alle weiterhin gut!

Wer nicht schlafen will, sondern im Sinne von Papst Franziskus mitarbeiten, kann bei diesem englischen Blogger lesen, wie man „Schwule und Lesben“ und sogar noch weitere „LGBT“ler am besten in den „Ortskirchen“ willkommen heißen kann.

Wer stattdessen lieber lesen möchte, wie die Progressiven weltweit feiern und warum: hier und hier oder hier, in einem berühmten Jesuitenmagazin.


Siehe auch:
Synodenzwischenbericht aus dem Vatikan redet himmelschreiende Sünde schön
und

Das Schweigen der Priester zu den Vorgängen im Vatikan

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Der heil. Papst Pius X. hat vor der kommenden Eine-Welt-Kirche gewarnt

Ich bin ja immer dafür alles, was passiert, in ein größeres Bild einzuordnen, sonst verliert man sich leicht in Nebensächlichkeiten.

Was der heil. Papst Pius X. in der vom aktuellen Vatikan offensichtlich ungeliebten Enzyklika Notre Charge Apostolique als Plan einiger Leute beschrieb, ist mittlerweile überd
eutlich umgesetzt, denke ich. 
Er redet darin von
"der großen Strömung der Apostasie, welche in allen Ländern zur Errichtung der Eine-Welt-Kirche organisiert wird, die weder Dogmen noch Hierarchie, weder Regeln für den Geist noch Schranken für die Leidenschaften haben wird, und die unter dem Vorwand von Freiheit und Menschenwürde wieder, wenn eine solche Kirche triumphieren würde, die Herrschaft legalisierter List und Gewalt in die Welt zurückbringen würde, sowie auf die Unterdrückung der Schwachen und aller, die hart arbeiten und leiden, hinauslaufen würde."
Ich würde sagen, das sehen wir alles gerade in der letzten Bauphase. 
Die "Herrschaft legalisierter List", die unter dem Vorwand der „Menschenwürde“ für eine kleine Elite alle anderen ausbeutet und unterdrückt und die, um das zu verschleiern, alle Menschen mit weltweit gleichgeschalteter Schulerziehung und internationalen Gesetzen gleichschaltet: das ist die UN. (UN-Expertin Joan Veon schrieb genau das in ihren Publikationen, nämlich dass die UN ihre Weltherrschaft komplett verschleiert und alle in die Irre führt und dass nur eine kleine Elite hinter alldem steckt, die die Ressourcen der Welt alleine kontrollieren will.)

Die UN arbeiteten seit Jahrzehnten hart via URI und anderer in diesem Blog schon erwähnter internationaler Religionsinitiativen und der Gewinnung von religiösen „Triebkräften des Wandels“ daran, auch allen Menschen eine einzige „Spiritualität“ anzubieten, deren Neues Evangelium „du darfst allen deinen Bauchgelüsten frönen, Gott liebt dich wie du bist“ ist. 

Gleichzeitig wird darauf geachtet, dass dieses "Neue Evangelium" in spirituelle Worte gekleidet, den "Gläubigen" das Programm der UN eintrichtert und sie agitiert „politisch korrekt“ zu denken und am Programm mitzuwirken.

Wohl nicht umsonst hat UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon Papst Franziskus, der erkennbar an der „Eine-Welt-Religion“ arbeitet, letztes Jahr als globalen spirituellen Führer begrüßt

Papst Franziskus wiederum ist auch ganz begeistert von den UN.
Er hat schon als Kardinal in Argentinien mit URI, der Religionsinitiative der UN, zusammengearbeitet.

Erstaunlich ist auch, die UN können seit Jahrzehnten planen, was sie wollen, immer schweigt der Vatikan dazu.

Kardinal Kasper plaudert wieder: "mehr Anerkennung der Tatsache, dass Homosexuelle auch etwas einzubringen haben in die Kirche"

Diesmal ist das Interview mit Die Welt „autorisiert“ und überschrieben mit:
"Wir werden einen Schritt auf Schwule zu machen"
 

Wie es scheint, haben ihm mittlerweile seine PR-Berat
er gesagt, wie er sich aus dem letzten Skandal-Interview herausreden kann, in dem er sich verächtlich über afrikanische Bischöfe und deren Haltung gegen Homosexualität äußerte, und von dem er wenig später behauptet hatte, so etwas habe er nie gesagt. 

Mittlerweile sagt er laut Die Welt, dieses Skandal-Interview sei gar keines gewesen, er sei nur ein "lockeres" und damit "nicht autorisiertes" und daher nicht zur Veröffentlichung gedachtes Gespräch gewesen.

Damit schimpft Kardinal Kasper den renommierten katholischen Journalisten Edward Pentin einen Lügner, denn der hatte erklärt, in solchen Gesprächssituationen sei die Autorisierung normalerweise eingeschlossen, wenn nichts Gegenteiliges angeordnet würde. (siehe auch hier.)
Dass solche Kasper´schen Behauptungen leicht die Existenz von Herrn Pentin gefährden können, passt scheinbar in sein „Barmherzigkeitskonzept“.

Was die Welt als von Kardinal Kasper gesagt u.a. abdruckt und zwar 100%ig autorisiert, ist dieses hier:
Kasper: Ich bin überzeugt, dass wir am Ende einen breiten Konsens erzielen und einen Schritt auf die Homosexuellen zumachen. Einen Schritt hin zu mehr Respekt, zu mehr Anerkennung der Tatsache, dass Homosexuelle auch etwas einzubringen haben in die Kirche. 
Es kann nicht sein, dass die einfach ausgeschlossen sind. Sie sind Kinder Gottes und gehören zur Familie Gottes.
Über Kardinal Burke redet der Kardinal der Barmherzigkeit auch abfällig in dem Welt-Interview.

Kardinal Burke hatte übrigens neulich seine Kollegen angemahnt, nicht immer so zu tun, als ob „homosexuell“ eine Identität wäre. Hat er nicht vollkommen Recht? Warum ist es nur so erstrebenswert für manche Leute, sich ständig mit dem Geschehen in ihrem Unterhosenbereich öffentlich zu bezeichnen und bezeichnen zu lassen?

Und natürlich spricht Kardinal Kasper darüber, was der Papst will, was nun mittlerweile auch ohne Kardinal Kasper wirklich jeder weiß, der es wissen will.

Aus dem Interview wird überdeutlich: Er und seine Freunde sind absolut siegessicher.

Ich kann nur sagen: Eigenartige Sorgen hat der Kardinal, während die UN ungehindert weltweit hinter kleinen Kindern her sind


Was genau beobachtet eigentlich der ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen (UN)? Den Fortschritt bei der tyrannischen Weltregierung
Dieser Beobachter wurde übrigens kürzlich von Papst Franziskus ausgetauscht und redet seitdem noch mehr öffentlich den UN nach dem Mund als man das schon gewohnt war.


Nachtrag: Der Kardinal hat "Die Zeit" auch ein Interview mit leicht abgewandeltem Inhalt gegeben, das  Radio Vatikan preist.
In dem Interview gibt es diese eigenartige Stelle:


ZEIT ONLINE: Ist Homosexualität Sünde?
Kasper: Die homosexuelle Orientierung also solche ist selbstverständlich keine Sünde. Die moralische Beurteilung kann sich nur auf die Praxis beziehen. Dabei möchte ich über das subjektive Gewissen des Einzelnen nicht urteilen. Da sollen wir statt zu verurteilen bei uns selber anfangen. 
Was der letzte Satz in dem Zitat bedeuten soll, weiß nur Kardinal Kasper.


Siehe auch:
Synodenzwischenbericht aus dem Vatikan redet himmelschreiende Sünde schön
und
Preist der Vatikan die UN auch für die Verfechtung von LGBT-"Rechten"?
und
Warum progressive "Katholiken" sehr interessante Leute sind

und
Papst gleicht Vatikanisches Recht an zweifelhaftes UN- Recht an

Dienstag, 21. Oktober 2014

Über große Gefahren für Katholiken durch glaubenswidrige Schriften

(...) Große Gefah­ren gehen vom gedruck­ten Wort aus. Der gläu­bige Christ ist gehal­ten, glau­bens­wid­rige Schrif­ten zu ver­mei­den. 
Ich habe nie begrif­fen, wie man als katho­li­scher Christ ein Abon­ne­ment des „Spie­gel“ hal­ten kann. 

Die Kir­che hat in der Ver­gan­gen­heit die Ver­brei­tung gefähr­li­cher Schrif­ten zu ver­hin­dern ver­sucht, indem sie sol­che ver­bot. 
Sie hat seit 1564 – also seit dem Kon­zil von Tri­ent – ein Ver­zeich­nis ver­bo­te­ner Bücher auf­ge­stellt, den so genann­ten Index – „Index Libro­rum Pro­hi­bi­to­rum“. Das waren War­nungs­ta­feln, die da auf­ge­rich­tet wur­den. 

Der Christ, der diese Bücher in die Hand bekam, wusste: Die Kir­che hat hier ein Fra­ge­zei­chen gesetzt. Man erhielt ohne wei­te­res die Erlaub­nis, diese Bücher zu lesen, die so genannte Inde­x­er­laub­nis, wenn man Grund hatte, sie zu erbit­ten. 

Aber der Index war nütz­lich, weil er eben vor den Gefah­ren warnte, die – mei­net­we­gen – vom Schrift­tum von Imma­nuel Kant aus­ge­hen. Seine Phi­lo­so­phie ist eine Ver­ir­rung. Kant war übri­gens sehr katho­li­ken­feind­lich. Von ihm stammt das Wort, dass jeder Got­tes­dienst, also auch der, den wir hal­ten, „After­dienst Got­tes“ ist. Er ist nie­mals in eine Kir­che gegan­gen, auch nicht, als er als Rek­tor der Uni­ver­si­tät dazu ver­pflich­tet war. Das ist Imma­nuel Kant. 

Der Index wurde im Jahre 1966 abge­schafft. Es gibt heute kein nach­träg­li­ches Bücher­ver­bot mehr. Gegen die Abschaf­fung des Index hat sich in Deutsch­land nur eine ein­zige Stimme erho­ben: Sie kön­nen sich den­ken, wer das gewe­sen ist. 

Seit­dem sind die ein­zel­nen Chris­ten auf ihr eige­nes Urteil in Fra­gen der Recht­gläu­big­keit der Auto­ren, ver­wie­sen, d. h. sie wer­den allein gelas­sen. Ist denn jeder­mann fähig, über Wert und Unwert reli­giö­ser Schrif­ten zu urtei­len? Soll ihm dabei nicht von kirch­li­cher Seite gehol­fen wer­den? 

Im kirch­li­chen Gesetz­buch steht: 
„Es ist Recht und Pflicht der Hir­ten der Kir­che, dar­über zu wachen, dass nicht durch Schrif­ten oder Medien Glaube oder Sit­ten der Gläu­bi­gen Scha­den neh­men kön­nen. Und so kön­nen die Hir­ten ver­lan­gen, dass von Gläu­bi­gen her­aus­zu­ge­bende Schrif­ten, die den Glau­ben und die Sit­ten berüh­ren, ihrem Urteil unter­wor­fen wer­den. Schließ­lich haben sie Schrif­ten zurecht- und zurück­zu­wei­sen, die dem rech­ten Glau­ben und den Sit­ten scha­den.“ 
Das sind gute und rich­tige Bestim­mun­gen im Kanon 823 des Gesetz­bu­ches, aber sie ste­hen nur auf dem Papier. Sie blei­ben völ­lig unbe­ach­tet. 
Unglaube und Unsitt­lich­keit strö­men mit aller Macht auf die Gläu­bi­gen ein. 

Irri­ges leh­rende Theo­lo­gen kön­nen heut­zu­tage ihre Irr­tü­mer völ­lig unge­hin­dert den Gläu­bi­gen vor­tra­gen. 
Die Bücher von Hans Küng, die ja doch alle einen fal­schen Glau­ben leh­ren, sind in Hun­dert­tau­sen­den von Exem­pla­ren ver­brei­tet. (...)

Alles aus der Predigt des Kirchenrechtlers Prälat Prof. Dr. Georg May:
Gefah­ren für den Glau­ben 



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